Jahr für Jahr

Jahr für Jahr

Du wusstest immer, daß du nicht einverstanden warst,
du wurdest nicht großartig gefragt
Das kleine, enganliegende Klärende wurde
unerwähnt vertagt

Wahrscheinlich Gleichgültigkeit,
er hatte niemals Zeit
Er hat natürlich nichts bemerkt
Wichtiges Gespräch mit einer wichtigen Frau
Hat dich in deinem Entschluss, zu gehen, bestärkt.

Du warst dir einen Tag zu lange
die wartende, auf ihn hoffende Frau
Und das du’s nicht für immer bleiben wolltest, wusstest du,
tief in dir drinnen, ganz genau

“Das ist nur, was man sich selber schuldig ist.”,
hast du dir unter Tränen gesagt
Du wirst immer alles geben, bis an’s Ende deiner Zeit
Dann hast du nicht, wie so viele andere,
dein Leben Jahr für Jahr vertagt.

Er wurde gleichgültig, fahrig, und jähzornig
Richtig gesehen hat er dich doch nie
Du warst ihm doch sowieso immer nur allerhöchstens
Ein mehr oder weniger willkommenes vis-a-vis

Es schwebte immer, bei allem, was du machtest
ein stummer Vorwurf im Raum
Und kurz bevor die Verbitterung einzog bei euch,
kam die Zeit, auf dein Versprechen zu bauen.

Du warst dir einen Tag zu lange
die wartende, auf ihn hoffende Frau
Und das du’s nicht für immer bleiben wolltest, wusstest du,
tief in dir drinnen, ganz genau

“Das ist nur, was man sich selber schuldig ist.”,
hast du dir unter Tränen gesagt
Du wirst immer alles geben, bis an’s Ende deiner Zeit
Dann hast du nicht, wie so viele andere,
dein Leben Jahr für Jahr vertagt

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